Preisgünstiger Bauvorschlag für Lautsprecher im Fond des Chrysler PT Cruiser

Schwachpunkt der Audio-Anlage im PT Cruiser sind eventuell die hinteren Boxen, der zu kleine Raum hinter den Chassis erlaubt keine befriedigende Tiefbass-Wiedergabe. Deswegen bietet sich die Möglichkeit an, hier nur Hochtöner zu positionieren und den Subwoofer in den Kofferraum zu verbannen, vielleicht auch ins Seitenteil.

--> Vorsicht: Für Schäden wird nicht gehaftet ! <--

Wer noch zwei alte intakte 28 -er Kalottenhochtöner hat (in vielen Boxen zersetzen sich zuerst die Schaumgummi- oder Gummisicken der Mitteltöner und Basslautsprecher, während die Kalottenspeaker überleben), sollte erwägen, ob die in seinem PT Cruiser nicht ideal eingesetzt wären. Vorgeschaltet wird jeweils ein MKP-Kondensator mit etwa 5 MikroFarad. Der Einbau erfolgt anstelle der hinteren Original-Lautsprecher, deren Ausbau hier beschrieben ist. Beim Anschluss die Polarität beachten, alle Kontaktstellen mit Isolierband abkleben, damit durch Berührung mit dem Blech nicht ein Kurzschluss entsteht, der eventuell das Radio beschädigt. Die Befestigung der Hochtöner erfordert Improvisationsvermögen, es lohnt aber.

Wegen der leichteren Kabelführung wird am rechten Hochtöner vor dem Kondensator ein Subwoofer parallelgeschaltet, hier eine Jensen Bassröhre mit 30 cm Speaker (vor 4 Jahren 150.-DM). Vergleichbare "Bassrollen" gibt es heute für 69 €. Die richtige Polung erhält man, indem man die vorderen Lautsprecher einschaltet und gleichzeitig die Polung der Bassrolle (bzw. des Subwoofers) verändert und auf maximalen Tiefbass achtet. Als wenn Chrysler den Einbau von BassRollen favorisiert, gibt es etliche Ösen zum Festzurren des Subwoofer. Gut.

Verwendetes Material:

2 Kalottenhochtöner aus 20 Jahre alten MacAudio-Autolautsprecher-Boxen
1 Jensen Bassröhre mit 30 cm Speaker (alternativ von MacAudio, Magnat etc.)
2 MKP-Kondensatoren von Siemens á 5,8 MikroFarad, (alternativ von Intertechnik o.a.)

20 cm zwei-adriges Kabel (geringer Querschnitt), etwa 180 cm zwei-adriges Kabel (dicker Querschnitt), wenn man die Bassrolle direkt an das Radio anschliesst --> ca.5 Meter

Lötzinn, Lötkolben (oder Lüsterklemmen, wer nicht löten will), Abisolierzange, Schraubenzieher, 7-er Gabelschlüssel, Isolierband, eventuell Bohrmaschine mit Metallbohrer

 

Falls die Bassrolle im Vergleich zu den Hochtönern zu laut ist, kann sie mit 1 Ohm Widerständen (gibt's im Lautsprecher - Selbstbau) im Pegel abgesenkt oder mittels des BassReglers am Radio gezähmt werden. Sollte der Subwoofer zu leise sein, ist die Anschaffung einer hochpegelfähigen Endstufe zu erwägen, die es manchmal als Aussteller günstig gibt.

Der hier beschriebene Aufbau bringt eine saubere Höhenwiedergabe, der Tiefbass wird als sehr angenehm empfunden. Die mittleren Frequenzen verhalten sich erwartungsgemäß zurückhaltend, wodurch eine Art Loudnesseffekt entsteht: Trotz laufender Musik sind Gespräche im Auto möglich.

Bi-Wiring: Wer sich die Arbeit machen will, direkt von einem Endstufenausgang des Original-Radios (diesmal vielleicht linken hinteren Lautsprecherausgang anzapfen) ein dickes zwei-adriges Kupfer-Lautsprecherkabel in den Kofferraum zu ziehen, wird über den lebendigen Auftritt der Bassrolle begeistert sein. Der Weg: Hinterm Radio runter --> an der linken Seite der Schaltkonsole durchziehen --> in den hinteren linken Fußraum unter die Auslegeware --> an der linken hinteren Tür hoch (unter die Seitenverkleidung schieben) --> und an die Bassrolle ran. Damit man die Bassrolle immer bequem ausbauen kann, sollte man entgegen dem highendigen Prinzip (kurze Kabelwege) die Bassrolle so einbauen, dass der Anschluss ganz hinten liegt. Kabelverbrauch: 5 Meter (?)

Bevor man etwas kauft, sollte man in jedem Fall ausprobieren, ob sich nicht mit dem vorhandenen Material unter Ausnutzung der Überblendmöglichkeit front <--> rear hervorragende Klangergebnisse erzielen lassen. Für Leute mit extremen Ansprüchen an die Lautstärke ist sowieso ein Aufbau mit neuer leistungsstarker Endstufe zu empfehlen, da dürften dann die Frontlautsprecher auch nicht mehr reichen und das Steuergerät wird wegen fehlender Vorverstärkerausgänge auch ersetzt werden müssen. Wegen starker Schwingungen sind dann auch noch die Autobleche zu entdröhnen und die Hutablage darf auch nicht mitschnarren :o)

Empfehlenswert sowieso: Entdröhnen der Heckklappe mit Terodem SP 100 alu (1 Platte reicht, die Klappe wird sonst vielleicht zu schwer und fällt von alleine zu). Die Verkleidung (Heckklappenpaneele) ist nur geklammert.


Anmerkung zu den Kondensatoren: Durch Parallelschalten verschieden grosser Kondensatoren lässt sich der optimale Wert ermitteln. Die Kapazitäten addieren sich. Parallelschaltung von zwei Kondensatoren 3,3 MikroFarad und 4,7 MikroFarad ergibt eine Gesamtkapazität von 8 MikroFarad. Die Übernahmefrequenz des Hochtöners liegt bei höherer Kapazität entsprechend tiefer, was auch gleichzeitig die Gefahr der Überlastung des Hochtöners mit sich bringt, erkennbar an Verzerrungen.

Wenn man statt der Hochtöner ZweiWegSysteme hinten einbaut, ergibt sich z.B. mit den "Infinity 'reference series' 5752cf" ein weicherer Klang. Im Interesse einer sauberen Basswiedergabe sollten die dann auch nach unten mit Kondensatoren begrenzt werden. Die Bassrolle könnte dann zur Begrenzung nach oben eine Drosselspule bekommen, vorzugsweise eine Luft oder Trafokernspule, die als sogenannte "Nullwiderstand-Spule" relativ teuer ist. Und dann empfiehlt sich sowieso ein tiefreichender Subwoofer, z.B.: von Phase Evolution.

 

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